Christ ist nicht gleich Christ

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Die Worte Jesu – Der Weg zum Vater

Johannes 14,1–6:
„Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin. Wohin ich aber gehe, wißt ihr, und ihr kennt den Weg.“
Thomas spricht zu ihm: „Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst, und wie können wir den Weg kennen?“
Jesus spricht zu ihm: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“

Diese Worte Jesu sind zentral für das Verständnis, was es bedeutet, Christ zu sein.
Christsein bedeutet, Jesus Christus selbst anzunehmen – ihn als den Weg, die Wahrheit und das Leben zu erkennen und ihm nachzufolgen.


Die Herkunft und Bedeutung des Wortes „Christ“

Das Wort Christ wurde zum ersten Mal in der Apostelgeschichte 11,26 verwendet:

„In Antiochia nannte man die Jünger zum ersten Mal Christen.“

Dies geschah etwa 40 Jahre nach Christus.
Andere Bezeichnungen für die Nachfolger Jesu in der Bibel sind:

  • Heilige / Geheiligte1. Korinther 1,1–2

    „…an die Geheiligten in Christus Jesus, berufen als Heilige…“

  • Gläubige1. Thessalonicher 1,7

    „So wurdet ihr ein Vorbild für alle Gläubigen in Mazedonien und in Achaia.“

Ein Christ ist also kein Titel, sondern eine Beziehung zu Christus – ein Mensch, der Jesus angenommen und sich ihm anvertraut hat.


Enttäuschung über Christen

Wenn wir die heutige Christenheit betrachten, fällt eines auf:
Es gibt kaum etwas, was es „unter Christen“ nicht gibt – Skandale, Heuchelei, Streit, Missbrauch und Doppelmoral.

Da ist ein frommer Leiter, der mit seiner Sekretärin ein Verhältnis hat.
Ein Missionar, der Spenden veruntreut.
Eine Familie, die sonntags in die Kirche geht, aber sich unter der Woche ständig streitet.

Viele Menschen sagen daraufhin:

„Die Christen – und das ganze Christentum – haben mich enttäuscht.“

Manche verweisen auf die Kreuzzüge, die Inquisition oder auf religiöse Konflikte in der Gegenwart.
Sie sagen: „Wenn das Christentum ist, will ich damit nichts zu tun haben.“


Glaube richtet sich nicht auf Menschen

Doch nirgendwo in der Bibel steht, dass wir an Menschen glauben sollen.

Jeremia 17,5:
„Verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht, und dessen Herz vom Herrn weicht.“

Apostelgeschichte 16,31:
„Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du gerettet.“

Menschen – auch Christen – müssen enttäuschen, weil sie fehlbar sind.
Auch die Besten werden irgendwann versagen.
Aber Jesus Christus enttäuscht nie.
Er ist treu und hält, was er verspricht.
Wer auf ihn vertraut, steht auf festem Grund – im Leben und im Sterben.


Nicht jeder, der sich Christ nennt, ist einer

Matthäus 13,30:
„Laßt beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und zur Zeit der Ernte will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen… den Weizen aber sammelt in meine Scheune.“

Jesus selbst sagt, dass wahre und falsche Christen – „Weizen und Unkraut“ – gemeinsam wachsen.
Nicht alles, was sich christlich nennt, ist wirklich christlich.

Christ ist nicht, wer:

  • einer Kirche oder Freikirche angehört,
  • bestimmte Sakramente empfangen hat,
  • oder einfach „ein anständiger Mensch“ ist.

Ein Christ ist, wer von neuem geboren ist (vgl. Johannes 3,3).
Christ wird man nicht durch Mitgliedschaft, sondern durch Christus selbst.

Namenschristen – Menschen, die sich nur Christen nennen, ohne mit Jesus zu leben – täuschen andere, aber nicht Gott.


Persönliche Verantwortung

Jeder Mensch steht selbst vor Gott.
Keiner kann für den anderen geradestehen.
Auch wenn viele „Christen“ versagen, bleibt Christus vollkommen.
Er ist kein Betrüger, sondern treu und gerecht.

Wer ihm glaubt, wird gerettet.
Wer ihm nachfolgt, wird ewiges Leben haben.


Fehler und Aufrichtigkeit

Ein wahrer Christ ist kein Mensch ohne Fehler, sondern jemand, der zu seinen Fehlern steht.
Gerade darin zeigt sich Echtheit.
Wer seine Schuld eingesteht, erfährt Gottes Gnade.
Wer sie vertuscht, führt andere in die Irre und schadet dem Glauben.

„Ein Christ, der wissentlich und willentlich nicht nach christlichen Grundsätzen lebt, kann dem Namen Gottes mehr Schaden zufügen als hundert Atheisten.“


Von Christus überrascht – Das Beispiel des Thomas

Johannes 20,25–29:
Thomas sagte: „Wenn ich nicht das Nägelmal sehe und meine Hand in seine Seite lege, werde ich es niemals glauben.“
Jesus erschien ihm und sprach: „Sei nicht ungläubig, sondern gläubig.“
Thomas antwortete: „Mein Herr und mein Gott!“
Jesus sprach: „Weil du mich gesehen hast, glaubst du; selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“

Thomas, ein Jünger Jesu, zweifelte – trotz aller Wunder, die er erlebt hatte.
Doch Jesus begegnete ihm persönlich und veränderte sein Herz.
So überrascht Christus auch heute Menschen, die ehrlich suchen.


Fazit

Nicht jeder, der sich Christ nennt, ist wirklich ein Nachfolger Jesu.
Viele nennen sich Christen, leben aber ohne Christus.
Solche Namenschristen können mehr Schaden anrichten als helfen.

Doch wer auf Jesus vertraut, erlebt seine Treue:

  • Menschen können enttäuschen – Jesus enttäuscht nie.
  • Menschen versagen – Jesus bleibt treu.
  • Menschen lügen – Jesus ist die Wahrheit.

Wer an ihn glaubt und ihm nachfolgt, wird in sein Reich eingehen und ewiges Leben erben.


„Jesus Christus ist derselbe – gestern, heute und in Ewigkeit.“ (Hebräer 13,8)