Inhaltsverzeichnis
- 1 Geben die Evangelien widersprüchliche Berichte über den Zeitpunkt der Kreuzigung Jesu?
- 2 Die Todesart des Judas: Matthäus 27,5 und Apostelgeschichte 1,18 im Einklang
- 3 Woher bekam Kain seine Frau?
- 4 Steht die Bibel im Widerspruch zur Wissenschaft?
- 5 Jesus behauptet, Gott zu sein – und warum sollte man ihm glauben?
- 6 Wie konnte Mose das 5. Buch Mose schreiben, wenn es seinen Tod beschreibt?
- 7 Widersprechen die Evangelien über Petrus’ Leugnung einander?
- 8 Ist die Bibel wissenschaftlich ernst zu nehmen, wenn sie altertümliche Weltbildvorstellungen verwendet, die doch längst überholt sind?
- 9 Es gibt so viele Religionen. Diese können doch nicht alle falsch sein. Ist es nicht vermessen, wenn das Christentum behauptet, der einzige Weg zum ewigen Leben zu sein?1
- 10 Woran kann ich erkennen, dass das Evangelium keine Religion, sondern göttlichen Ursprungs ist?1
- 11 Zählen meine guten Werke denn gar nicht? Wird Gott mich nicht annehmen, wenn ich ein gutes Leben geführt habe?
- 12 Argumente für und gegen den Glauben – die häufigsten Fragen unserer Zeit
- 13 Wie viele Bibeln gibt es?
- 14 Kleingetier mit vier Beinen und Flügen
Geben die Evangelien widersprüchliche Berichte über den Zeitpunkt der Kreuzigung Jesu?
Ein häufiger Einwand gegen die Glaubwürdigkeit der Evangelien betrifft den angeblichen Widerspruch zwischen den Berichten des Markus und des Johannes über den Zeitpunkt der Kreuzigung Jesu.
📖 Markus 15,25 sagt:
„Es war um die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten.“
📖 Johannes 19,14 hingegen berichtet:
„Es war am Rüsttag des Passahfestes, ungefähr um die sechste Stunde. Da sagte Pilatus zu den Juden: Seht, das ist euer König!“
Auf den ersten Blick scheint das ein klarer Widerspruch zu sein:
- Nach Markus fand die Kreuzigung um die dritte Stunde statt – das heißt nach jüdischer Zeitrechnung etwa neun Uhr morgens.
- Nach Johannes stand Jesus um die sechste Stunde, also Mittag, noch vor Pilatus.
Wie kann das zusammenpassen?
1️⃣ Lösung: Zeitangaben im antiken Verständnis
Zunächst fällt auf, dass Johannes bewusst das Wort „ungefähr“ verwendet. Er sagt nicht „genau zur sechsten Stunde“, sondern „ungefähr“. Auch Markus zwingt uns nicht dazu, seine „dritte Stunde“ mathematisch genau auf neun Uhr festzulegen.
Im Neuen Testament war die Tageszeit in vier Abschnitte zu je drei Stunden eingeteilt – ähnlich wie die Nachtwachen (vgl. Markus 13,35).
- Erste Stunde: etwa 6–9 Uhr
- Dritte Stunde: etwa 9–12 Uhr
- Sechste Stunde: etwa 12–15 Uhr
- Neunte Stunde: etwa 15–18 Uhr
Daraus ergibt sich:
👉 Markus beschreibt die Kreuzigung als irgendwann zwischen neun und zwölf Uhr.
👉 Johannes beschreibt die Gerichtsverhandlung als ungefähr um Mittag oder kurz davor.
Wenn also die Kreuzigung gegen 10:30 oder 11 Uhr stattfand, konnte Markus sie natürlich der „dritten Stunde“ zurechnen, während Johannes – aus seiner Perspektive – von der „sechsten Stunde“ sprach.
Zur damaligen Zeit war die Sonne selbst der Zeitanzeiger. Es war leicht zu erkennen, ob es Vormittag oder Nachmittag war – aber genaue Minutenangaben waren unmöglich, sofern keine Sonnenuhr vorhanden war.
Der bekannte Kommentar The Expositor’s Greek New Testament erklärt dazu treffend:
„Wenn die Kreuzigung in der Mitte zwischen neun und zwölf Uhr stattfand, dann war es ganz natürlich, dass der eine Beobachter sie der früheren, der andere der späteren Stunde zuschrieb.“
2️⃣ Lösung: Unterschiedliche Zeitrechnungen (jüdisch vs. römisch)
Eine zweite, sehr überzeugende Möglichkeit ist, dass Johannes eine andere Zeitrechnung verwendet als Markus.
Die Römer begannen den Tag – wie wir heute – um Mitternacht und rechneten von 0 bis 24 Uhr.
Die Juden dagegen begannen den Tag bei Sonnenaufgang, also etwa um 6 Uhr morgens.
Wenn Johannes also die römische Zeitrechnung verwendet, dann entspricht seine „sechste Stunde“ 6 Uhr morgens.
Das passt sehr gut:
- Um 6 Uhr morgens stand Jesus vor Pilatus,
- bis 9 Uhr morgens (Markus 15,25) konnte die Kreuzigung bereits begonnen haben.
Das ergibt einen harmonischen Ablauf der Ereignisse zwischen dem Verhör, der Verurteilung und der tatsächlichen Kreuzigung.
3️⃣ Belege für Johannes’ römische Zeitrechnung
Es gibt mehrere Hinweise, dass Johannes tatsächlich nach römischer Zeitrechnung schreibt:
- In Johannes 20,19 heißt es:
„Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger versammelt waren …“
Nach jüdischer Zeitrechnung wäre dieser Abend bereits Teil des zweiten Tages (Montag) gewesen, weil der jüdische Tag mit Sonnenuntergang beginnt.
Johannes aber betrachtet den Abend noch als Teil des gleichen Tages, genau wie es die römische Zählweise tun würde. - Auch die römische Verwaltung (und Pilatus war römischer Statthalter!) nutzte selbstverständlich römische Zeitangaben, weshalb Johannes – der für ein breiteres, teils griechisch-römisches Publikum schrieb – diese Systematik übernommen haben dürfte.
Zusammenfassung:
Es gibt also zwei schlüssige und historische Möglichkeiten, diesen scheinbaren Widerspruch aufzulösen:
- Zeitliche Ungenauigkeit durch grobe antike Zeiteinteilung
→ Markus nennt die frühere, Johannes die spätere Periode des Vormittags. - Unterschiedliche Zeitrechnungen
→ Markus nutzt die jüdische, Johannes die römische Zeitrechnung.
In beiden Fällen ergibt sich ein harmonischer Ablauf der Ereignisse:
Jesus wurde in den frühen Vormittagsstunden gekreuzigt – und kein Evangelium widerspricht dem anderen.
Die Todesart des Judas: Matthäus 27,5 und Apostelgeschichte 1,18 im Einklang
Immer wieder wird die Frage gestellt, wie Judas starb, da die Evangelien unterschiedliche Details berichten:
- Matthäus 27,5: Judas erhängt sich.
- Apostelgeschichte 1,18: Judas stürzt vorwärts zu Boden, und sein Körper wird zerschmettert.
Viele sehen darin einen Widerspruch und behaupten, dass diese Differenz die Vorstellung einer unfehlbaren Bibel infrage stelle. Tatsächlich besteht jedoch kein echter Widerspruch, wenn man die Berichte sorgfältig betrachtet.
1. Unterschiede sind nicht zwangsläufig widersprüchlich
Matthäus sagt nicht, dass Judas nicht stürzte. Petrus sagt nicht, dass Judas sich nicht erhängte. Beide Aussagen beschreiben unterschiedliche Aspekte desselben Ereignisses aus verschiedenen Perspektiven.
2. Eine plausible, natürliche Erklärung
Man kann die Berichte harmonisieren:
- Judas erhängt sich an einem Baum am Rande eines Abgrunds über dem Tal Hinnom.
- Nach einiger Zeit bricht der Ast oder das Seil nach, und Judas stürzt den Abhang hinunter.
- Durch den Aufprall gegen die felsigen Terrassen wird sein Körper zerschmettert.
Das Gelände des Talbodens – steil, felsig und mit vereinzelten Bäumen – unterstützt diese Vorstellung. Weder Matthäus noch Petrus geben an, wie lange Judas hing oder wann genau der Sturz erfolgte. Beide Berichte sind damit nicht widersprüchlich, sondern ergänzen sich.
3. Analogie aus dem Alltag
Vergleichen wir das mit einem modernen Fall: Ein Mann möchte Selbstmord begehen. Er stellt sich auf das Sims eines hohen Fensters, zielt mit einer Pistole auf seinen Kopf und springt gleichzeitig. Man könnte sagen:
- Er starb durch den Schuss.
- Er starb durch den Sturz.
Beides ist korrekt – es sind lediglich unterschiedliche Perspektiven auf dasselbe Ereignis.
Fazit:
Die Berichte von Matthäus und Petrus widersprechen sich nicht. Sie liefern komplementäre Informationen über den Tod Judas. Matthäus beschreibt die Handlung des Erhängens, Petrus die konsequente Folge des Sturzes. Zusammen ergeben sie ein vollständiges Bild: Judas erhängte sich, stürzte und wurde zerschmettert.
Schlussfolgerung: Wer beide Berichte liest, erkennt nicht einen Widerspruch, sondern eine präzise, realistische Schilderung aus verschiedenen Blickwinkeln.
Woher bekam Kain seine Frau?
Eine der am häufigsten gestellten Fragen an Christen wie an Nichtchristen ist: Woher kam Kains Frau? Diese Frage führt direkt zu einem größeren Thema: Wie sah die Bevölkerung damals aus, und was ist mit Inzest?
1. Biblischer Hintergrund
Nach 1. Mose 4 tötete Kain seinen Bruder Abel. Als Strafe verbannte Gott ihn aus seiner Heimat und vor Seiner Gegenwart (1. Mose 4,14). Die Bibel berichtet außerdem:
- Kain fürchtete, von anderen getötet zu werden (1. Mose 4,14).
- Kain heiratete irgendwann und baute eine Stadt (1. Mose 4,17).
Damit stellt sich die Frage: Woher kamen die Menschen, aus denen er seine Frau nehmen konnte?
2. Kein Raum für eine „präadamitische Rasse“
Manche Theorien schlagen vor, dass Kain eine Frau aus einer bereits existierenden, nichtbiblischen Bevölkerung nahm. Doch dies widerspricht klar der Schrift:
- Adam war der erste Mensch (1. Kor. 15,45).
- Eva ist die „Mutter aller Lebenden“ (1. Mose 3,20).
3. Kain heiratete eine Schwester oder nahestehende Verwandte
1. Mose 5,4 berichtet, dass Adam und Eva viele Söhne und Töchter hatten. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass Kain seine Frau aus dieser Familie nahm – eine Schwester, Nichte oder Großnichte.
Betrachtet man die in der Bibel genannten Lebensalter (oft um 900 Jahre), ist es plausibel, dass sich schnell eine große Bevölkerung entwickelte. Schätzungen zufolge könnten zur Zeit von Kains Tod bereits mehrere Millionen Menschen gelebt haben.
4. Inzest: biologischer und ethischer Kontext
- Biologisch: Zu Beginn war der Genpool vollkommen, da Adam und Eva direkt von Gott geschaffen wurden. Heiraten zwischen Geschwistern hätten zunächst keine Schäden verursacht. Erst durch Sünde, Krankheit und Umwelteinflüsse entstanden später genetische Probleme.
- Ethik und Moral: Gott verbot Inzest aus moralischen Gründen (3. Mose 20,11ff.). Inzest zerstört die soziale und moralische Struktur der Familie, die als gottgewollte Institution neben der Kirche zentral ist.
Fazit:
Kain nahm seine Frau aus der direkten Nachkommenschaft Adams und Evas. In der Frühzeit der Menschheit war das Heiraten unter nahen Verwandten notwendig und unproblematisch. Erst später, als die Population wuchs und die Gene durch Sünde und äußere Einflüsse beeinträchtigt wurden, wurde Inzest verboten – sowohl aus biologischen als auch aus moralischen Gründen.
Kurz gesagt: Kains Frau war eine Schwester oder nahe Verwandte, und diese frühen Ehen waren die Grundlage für die rasche Besiedelung der Erde. Die biblische Darstellung ist konsistent, wenn man die historische und theologische Perspektive berücksichtigt.
Steht die Bibel im Widerspruch zur Wissenschaft?
Oft wird behauptet, die Wissenschaft habe die Bibel überholt und moderne Entdeckungen das biblische Weltbild widerlegt. Diese Behauptung beruht jedoch auf mehreren Missverständnissen und ignoriert die wahre Perspektive der Bibel.
1. Die Bibel ist kein naturwissenschaftliches Lehrbuch
Die Bibel wurde nicht geschrieben, um technische Details der Naturwissenschaft zu vermitteln, sondern um Gottes Plan und seine Beziehung zum Menschen zu erklären. Ihre Beschreibungen der Welt sind in verständlicher, allgemein zugänglicher Sprache verfasst, damit jeder Leser die geistlichen Lehren nachvollziehen kann.
Das bedeutet nicht, dass biblische Aussagen falsch sind. Sie sind aus der Perspektive eines Beobachters verständlich, der sich auf geistliche Wahrheiten konzentriert, nicht auf technische Details.
2. Die Bibel im Vergleich zu anderen alten Schriften
Im Gegensatz zu den polytheistischen Schöpfungsberichten der Babylonier zeigt die Bibel ein einzigartiges, monotheistisches Weltbild (vgl. Unger, Archaeology and the Old Testament, 1954). Sie erhebt sich damit über die sonstige Literatur ihrer Zeit.
Während andere Kulturen phantasievolle Vorstellungen von der Natur hatten – z. B.:
- Die Veden behaupten, der Mond sei höher als die Sonne, die Erde flach und Erdbeben entstünden durch Elefanten –
- die griechischen Philosophen hatten teils fehlerhafte Vorstellungen von Licht, Astronomie und Schöpfung –
enthält die Bibel keine absurden naturwissenschaftlichen Irrtümer.
3. Wissenschaft und Bibel betrachten die Welt aus unterschiedlichen Blickwinkeln
Die Bibel legt den geistlichen und moralischen Blick auf die Welt offen, die Wissenschaft untersucht Naturgesetze und physikalische Zusammenhänge. Diese Perspektiven stehen nicht im Widerspruch, sondern ergänzen sich.
Wenn derselbe Gott die Natur geschaffen hat und sich zugleich in der Bibel offenbart, dann stimmen beide Zeugnisse überein und stehen nicht in Konflikt.
4. Die Bibel als Grundlage der modernen Wissenschaft
Interessanterweise basiert der Beginn der modernen Naturwissenschaft auf biblischen Grundlagen:
- Der Glaube an einen geordneten, rationalen Gott motivierte Denker wie Newton, nach festen Naturgesetzen zu suchen.
- Die Wissenschaft erforscht die ordnungsgemäße Struktur der Schöpfung, während die Bibel die spirituelle Ordnung offenlegt.
Fazit:
Die Bibel widerspricht der Wissenschaft nicht. Sie spricht eine andere Sprache und verfolgt ein anderes Ziel: geistliche Wahrheit statt technischer Details. Beide, Bibel und Wissenschaft, können als unterschiedliche, aber komplementäre Wege zur Erkenntnis der Schöpfung Gottes verstanden werden.
Können archäologische Funde die Bibel bestätigen?
Archäologie ist die Erforschung der materiellen Hinterlassenschaften vergangener Zivilisationen – Überreste, die der Zahn der Zeit nicht zerstört hat. Ursprünglich ging es bei Ausgrabungen um die Suche nach Schätzen, heute jedoch werden moderne wissenschaftliche Methoden eingesetzt, um antike Kulturen, ihre Bräuche und Entwicklungen besser zu verstehen.
Der Nahe Osten, insbesondere Palästina, ist aufgrund seiner langen Geschichte ein besonders fruchtbares Feld für archäologische Untersuchungen. Dabei gilt: Archäologie ohne Geschichte ist unvollständig.
- Archäologie liefert Abfolgen kultureller Entwicklungen und materielle Beweise.
- Geschichte liefert Chronologie, Ereignisse, Menschen und Orte.
1. Archäologische Bestätigung biblischer Aussagen
In den letzten 100 Jahren konnten viele historische Punkte der Bibel durch archäologische Funde bestätigt werden:
- Belsazar war ein historischer Herrscher.
- Die Hethiter existierten tatsächlich und besaßen ein großes Reich.
- König Sargon und andere biblische Figuren lassen sich historisch belegen.
- Orte und Ereignisse, die in der Apostelgeschichte erwähnt werden, stimmen mit archäologischen Befunden überein.
Diese Funde zeigen, dass die Bibel in ihren historischen Angaben verlässlich und genau ist.
2. Grenzen der Archäologie
Die Archäologie kann bestätigen, dass die in der Bibel beschriebenen Menschen, Orte und Ereignisse real waren. Sie kann jedoch nicht beweisen, dass die Bibel göttlichen Ursprungs ist oder dass Wunder tatsächlich geschehen sind.
3. Historische Genauigkeit stärkt Glaubwürdigkeit
Das Christentum ist ein historischer Glaube: Es behauptet, dass Gott aktiv in der Geschichte gehandelt hat.
- Historisch überprüfbare Details – Menschen, Orte, Ereignisse – können wissenschaftlich untersucht werden.
- Wenn die Autoren der Bibel bei überprüfbaren Ereignissen korrekt berichten, stärkt dies ihre Verlässlichkeit auch bei außergewöhnlichen, nicht wiederholbaren Ereignissen.
Fazit
Archäologie und Bibel ergänzen sich: Die Bibel liefert ein historisches Bild, das durch archäologische Funde weitgehend bestätigt wird. Ihre Genauigkeit bei nachprüfbaren Details gibt Grund, ihr auch in nicht überprüfbaren, außergewöhnlichen Aussagen Glaubwürdigkeit zu schenken.
Jesus behauptet, Gott zu sein – und warum sollte man ihm glauben?
Unter den religiösen Führern der Weltgeschichte ist Jesus Christus einzigartig: Er beanspruchte, Gott in menschlicher Gestalt zu sein. Andere bedeutende Religionsstifter haben dies niemals getan:
- Buddha behauptete nicht, Gott zu sein.
- Mose sagte nie, er sei Jahwe.
- Mohammed identifizierte sich nicht mit Allah.
- Zoroaster behauptete nicht, Ahura Mazda zu sein.
Jesus jedoch sagte: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“ (Johannes 14,9).
1. Die Ansprüche Jesu
Jesus erhob mehrfach göttliche Ansprüche:
- Er existierte vor Abraham: „Ehe Abraham war, bin ich“ (Johannes 8,58).
- Er ist dem Vater gleich (Johannes 5,17-18).
- Er vergibt Sünden, etwas, das nach der Bibel nur Gott zusteht (Markus 2,5-7; Jesaja 43,25).
- Er wird im Neuen Testament mit dem Schöpfer des Universums gleichgesetzt: „Alles ist durch dasselbe geworden, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist“ (Johannes 1,3).
- Paulus beschreibt Gott als im Fleisch offenbart (1. Timotheus 3,16).
- Johannes erklärt: „Das Wort war Gott“ (Johannes 1,1).
Nicht nur seine Anhänger, sondern auch seine Gegner verstanden diesen Anspruch:
- Die jüdischen Behörden warfen ihm Gotteslästerung vor: „Wir steinigen dich nicht wegen eines guten Werkes, sondern wegen Gotteslästerung; denn du bist nur ein Mensch und machst dich selbst zu Gott“ (Johannes 10,33).
2. Einzigartigkeit Jesu im Vergleich zu anderen Religionen
In den meisten Weltreligionen steht die Lehre im Mittelpunkt, nicht der Lehrer:
- Konfuzianismus: Fokus auf Lehren, nicht auf Konfuzius.
- Islam: Mohammed als Prophet, nicht Gott.
- Buddhismus: Prinzipien des Buddha, nicht der Buddha selbst.
- Hinduismus: Kein historischer Gründer im Zentrum.
Beim Christentum hingegen ist das Zentrum die Person Jesu Christi. Er behauptete nicht nur, die Wahrheit zu lehren, sondern er selbst ist die Wahrheit: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Johannes 14,6).
Jesus ist entweder der Herr aller oder gar kein Herr – eine klare, unmissverständliche Aussage.
3. Warum sollte man ihm glauben?
Allein eine Behauptung macht etwas nicht wahr. Doch die Bibel liefert Gründe, die Jesus’ göttliche Natur bestätigen:
- Wunder und Prophezeiungen – viele seiner Handlungen und das Erfüllen von Vorhersagen bestätigen seinen Anspruch (Johannes 20,30-31).
- Die Auferstehung – nach Jesu eigener Aussage das entscheidende Zeichen:
- „Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird auch der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Innern der Erde sein“ (Matthäus 12,40).
- „Reißt diesen Tempel nieder, in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten“ – er meinte seinen Körper (Johannes 2,19-21).
Die Rückkehr von den Toten unterscheidet Jesus von allen anderen religiösen Führern der Geschichte. Wer die Auferstehung widerlegen will, muss die gesamte Grundlage des Christentums infrage stellen.
4. Fazit
Jesus beanspruchte eindeutig, Gott zu sein. Die Auferstehung ist das zentrale, historische Zeichen, das diesen Anspruch untermauert. Bibel und Geschichte zeigen: Jesus ist nicht nur ein Lehrer, sondern der Sohn Gottes, der Herr über Leben und Tod (Römer 1,4).
Wer Jesus ernst nimmt, muss sich entscheiden: entweder ihm glauben oder ihn ablehnen – ein Mittelweg gibt es nicht.
Hat Jesus überhaupt existiert?
Es gibt auch heute noch Menschen, die behaupten, Jesus sei nur eine mythische Figur und habe nie wirklich gelebt. Diese Sichtweise ist jedoch historisch nicht haltbar.
1. Zeitgenössische Quellen im Neuen Testament
Das Neue Testament besteht aus 27 Schriften, die größtenteils im ersten Jahrhundert n. Chr. verfasst wurden. Sie berichten von Jesu Leben, Tod und den Anfängen der christlichen Kirche. Viele dieser Texte stammen von Augenzeugen, die direkt bezeugten, was sie gesehen und gehört hatten:
„Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und was unsere Hände angefasst haben, davon verkünden wir: das Wort des Lebens“ (1. Johannes 1,1).
Diese Quellen belegen Jesus als historische Person direkt aus der Perspektive seiner Zeitgenossen.
2. Bestätigungen durch nichtchristliche Historiker
Auch römische und jüdische Historiker bestätigen die Existenz Jesu:
- Flavius Josephus (geb. 37 n. Chr.), ein jüdischer Historiker, schreibt in Jüdische Altertümer XVIII,III:
„Zu ungefähr dieser Zeit gab es Jesus, einen weisen Mann, wenn es rechtmäßig ist, ihn Mann zu nennen. Er vollbrachte wunderbare Werke und zog viele Juden und Heiden an. Er war Christus; und nachdem Pilatus ihn auf Vorschlag unserer führenden Männer gekreuzigt hatte, erschienen seine Anhänger ihm am dritten Tag lebendig.“
- Tacitus (112 n. Chr.), römischer Historiker, erwähnt Christus und die Christenverfolgungen unter Nero (Annales XV,44).
- Weitere Hinweise finden sich bei Sueton (Leben des Claudius 25,4; Leben der Caesaren 26,2) und Plinius dem Jüngeren (Briefe X,96).
Diese unabhängigen Quellen belegen die Existenz Jesu und seiner Anhänger aus nichtchristlicher Sicht.
3. Historische Bewertung
Historiker, die die Quellen außerhalb der Bibel untersuchten, kommen zu klaren Schlüssen:
- Roderic Dunkerley: „In keinem der unterschiedlichen Zeugnisse gibt es den geringsten Hinweis, Jesus sei keine reale historische Person gewesen. Mythen-Theorien sind moderne Spekulationen, motiviert durch Vorurteile und Ablehnung.“ (Beyond the Gospels, S. 29-30)
Tatsächlich wissen wir über Jesu Leben, Geburt, Wirken und Tod mehr als über die meisten Persönlichkeiten der Antike, deren Existenz allgemein anerkannt ist.
Fazit
Die Vorstellung, Jesus habe nie existiert, ist historisch nicht haltbar. Augenzeugenberichte im Neuen Testament, kombiniert mit den Schriften jüdischer und römischer Historiker, liefern überwältigende Belege, dass Jesus tatsächlich gelebt hat. Zweifel an seiner Existenz beruhen auf Ignoranz der historischen Quellen.
weitere Quellen:
Historizität Jesu Christi außerbiblische Quellen
Wie konnte Mose das 5. Buch Mose schreiben, wenn es seinen Tod beschreibt?
Viele orthodoxe Christen und Juden glauben, dass Mose die ersten fünf Bücher der Bibel (die Tora) verfasst hat. Allerdings wird seine Autorenschaft für das fünfte Buch, Deuteronomium, manchmal in Frage gestellt – insbesondere wegen Kapitel 34, das seinen Tod beschreibt. Kritiker argumentieren: „Niemand kann seinen eigenen Tod schreiben, also muss Deuteronomium nach Moses Tod verfasst worden sein.“
1. Traditionelle Erklärung: Prophetische Darstellung
Einige vertreten die Ansicht, dass Mose prophetisch seinen eigenen Tod beschrieben habe. Dadurch würde seine Autorenschaft für das gesamte Buch bestehen bleiben.
2. Plausiblere Erklärung: Josuas Mitwirkung
Eine sehr nachvollziehbare Erklärung ist:
- Kapitel 34 wurde nach Moses Tod von Josua geschrieben, wie Gott selbst anordnete.
- In 5. Mose 31,24-26 heißt es:
„Und Mose schrieb dieses Gesetz nieder und gab es den Priestern, den Söhnen Levis, die die Lade des Bundes Jahwes trugen, und allen Ältesten Israel. Mose gebot ihnen: Nehmt dieses Buch des Gesetzes und legt es bei der Lade des Bundes Jahwes, eures Gottes.“
- Außerdem wird in 5. Mose 31,7-8 deutlich, dass Gott Josua bestimmte Aufgaben übertrug:
„Sei getrost und unverzagt! Denn du wirst das Volk in das Land bringen, das ich ihren Vätern geschworen habe zu geben; ich selbst bin mit dir.“
Diese Hinweise zeigen, dass Gott Josua die Fortführung und Vollendung von Moses Werk erlaubte und anleitete.
3. Bedeutung des Kapitels
Der Bericht über Moses Tod:
- Schließt das Buch logisch ab.
- Vollendet das Gesamtbild von Moses Leben, Wirken und Führungsrolle.
- Beeinträchtigt nicht die Autorschaft der vorherigen Kapitel durch Mose.
Fazit
Die Tatsache, dass Deuteronomium 34 den Tod Moses beschreibt, widerspricht nicht seiner Autorenschaft für die übrigen Kapitel. Entweder schrieb Mose prophetisch, oder Gott wies Josua an, das Buch zu vollenden. In beiden Fällen bleibt Mose der Hauptautor des Deuteronomiums, und die göttliche Anweisung an Josua bestätigt, dass das Werk planmäßig und in göttlicher Ordnung abgeschlossen wurde.
Widersprechen die Evangelien über Petrus’ Leugnung einander?
Ein häufig diskutiertes Thema unter Bibellesern ist die Leugnung Jesu durch Simon Petrus. Jesus hatte Petrus vorhergesagt:
„Amen, ich sage dir: Noch in dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen“ (Matthäus 26,34).
1. Matthäus, Lukas und Johannes
Matthäus beschreibt die Erfüllung der Prophezeiung:
„Gleich darauf krähte ein Hahn, und Petrus erinnerte sich an das Wort Jesu: ‚Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.‘ Und er ging hinaus und weinte bitterlich“ (Matthäus 26,74-75).
Lukas und Johannes berichten im Wesentlichen dasselbe (Lukas 22,61; Johannes 18,27).
2. Markus’ Bericht und scheinbarer Widerspruch
Markus schreibt:
„Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir: Noch heute Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen“ (Markus 14,30).
Und über die Erfüllung:
„Gleich darauf ging er in den Vorhof hinaus … gleich darauf krähte der Hahn zum zweiten Mal“ (Markus 14,68.72).
Auf den ersten Blick scheint Markus’ Bericht im Widerspruch zu Matthäus, Lukas und Johannes zu stehen: War es ein Hahnenschrei oder zwei?
3. Lösung: Ergänzende Details und kulturelle Perspektive
Es gibt mehrere Punkte, die den scheinbaren Widerspruch auflösen:
- Jesus konnte beide Aussagen machen:
- Einmal: „Ehe der Hahn kräht“ (Matthäus, Lukas, Johannes).
- Zweitens: „Ehe der Hahn zweimal kräht“ (Markus).
Markus fügt einfach detailliertere Informationen hinzu, möglicherweise aufgrund seines Kontakts zu Petrus (Markus 14,51-52).
- Hahnenschreie als Zeitmarken:
- Beobachtungen zeigen, dass Hähne in Jerusalem zu drei unterschiedlichen Zeiten in der Nacht krähten: einmal spät in der Nacht, einmal kurz vor Morgendämmerung, und ein drittes Mal kurz darauf (vgl. William Lane, The Gospel According to Mark, S. 543).
- Die Evangelisten benutzen verschiedene Begriffe für den Hahnenschrei („noch ehe der Hahn kräht“ vs. „zwei Mal“), beziehen sich aber auf denselben Zeitraum der Nacht.
- Doppelte Vorhersage Jesu:
- Jesus warnte Petrus zweimal (Matthäus 26,34; Markus 14,30).
- Petrus’ Leugnung und das Weinen danach sind in allen Evangelien konsistent beschrieben (Matthäus 26,75; Markus 14,72; Lukas 22,61; Johannes 18,27).
4. Mögliche Rekonstruktion
- Jesus sagt Petrus voraus, dass er ihn dreimal verleugnen wird.
- Petrus widerspricht selbstbewusst.
- Jesus wiederholt die Warnung, diesmal unter Hinweis auf zwei Hahnenschreie.
- Petrus verleugnet Jesus dreimal, und der Hahnenschrei markiert die Erfüllung.
Fazit
Alle vier Evangelien stimmen in der wesentlichen Aussage überein: Petrus leugnete Jesus dreimal, wie vorhergesagt. Markus liefert lediglich zusätzliche Details zum Ablauf der Nacht. Es gibt keinen Widerspruch, sondern eine Ergänzung, die das Bild vervollständigt.
„Und der Herr wandte sich um und sah Petrus; da erinnerte er sich an das Wort des Herrn, wie er zu ihm gesagt hatte: ‚Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen‘. Und er ging hinaus und weinte bitterlich“ (Lukas 22,61-62).
Ist die Bibel wissenschaftlich ernst zu nehmen, wenn sie altertümliche Weltbildvorstellungen verwendet, die doch längst überholt sind?
Vorträge dazu von Roger Liebi:
Teil 1
Die Bibel verwendet keineswegs Weltbilder der damaligen Zeit. Es ist umgekehrt: Die liberale Theologie interpretiert in die biblischen Texte die Vorstellungen des Alten Orients hinein. Mit einem solchen der Bibel unterstellten Weltbild arbeitet A. Läpple, wenn er ihre Entstehung als rein menschliches Wollen ansieht:
„Die Erde dachte man sich als runde, flache Scheibe. Sie nimmt den Mittelpunkt der Schöpfung ein und wird von den unteren Wassern umflossen, der Urflut oder dem Fragen bezüglich Schöpfung und Wissenschaft 55 Urozean … Über die Erdscheibe spannt sich als Überdachung das Firmament, an dem Sonne, Mond und Sterne gleich Lampen angebracht sind. Über dem Firmament befinden sich die ,oberen Wasser‘, die durch Fenster oder Schleusen als Regen auf die Erde strömen können.“ („Die Bibel – heute“, München, S. 42)
Nur wenige Verse der Bibel reichen aus, um solche Voreinstellungen zu entkräften und um zu zeigen, wie wirklichkeitstreu biblische Aussagen waren, bevor die heute nachgewiesene Gestalt der Erde allgemeine Erkenntnis war:
In Hiob 26,7 lesen wir: „Er spannt den Norden aus über der Leere, hängt die Erde auf über dem Nichts“ (Elberfelder Übers.). Die Erde schwimmt weder auf einem Urozean noch ist sie auf eine feste Unterlage gestellt, vielmehr schwebt sie frei in einem sie umgebenden Hochvakuum. Auch über die Erdgestalt äußert sich die Bibel in direkten und indirekten Bezügen, obwohl dies nicht die primäre Mitteilungsabsicht ist: „Er ist es, der da thront über dem Rund (hebr. chug = Kreis oder Kugel) der Erde“ (Jes 40,22; Menge).
Die sphärische Gestalt der Erde kommt auch deutlich zum Ausdruck in den Texten zur Wiederkunft Jesu. Da der Herr plötzlich (Mt 24,27) und für alle Menschen gleichzeitig sichtbar (Offb 1,7) erscheinen wird, ist es bei seinem Kommen für die Menschheit auf der einen Erdhälfte Tag und für die auf der entgegengesetzten Seite Lebenden Nacht. Genau das bringt der Text in Lukas 17,34+36 als Nebeneffekt zum Ausdruck: „In derselben Nacht werden zwei auf einem Bette liegen; einer wird angenommen, der andere wird verworfen werden. Zwei werden auf dem Felde sein; einer wird angenommen, der andere wird verworfen werden.“ Die gleichzeitig auf der Erde gegebene Tag- bzw. Nachtsituation ist durch Feldarbeit bzw. Nachtruhe markiert und hängt Fragen bezüglich Schöpfung und Wissenschaft 56 nur davon ab, an welcher Position der rotierenden Erde man sich dann gerade befindet. Auch Sacharja (Kap. 14,7) bezeugt das Kommen des Herrn nicht im Weltbilddenken seiner Zeit, sondern wirklichkeitsgetreu: „Und wird ein Tag (= Datum) sein, der dem Herrn bekannt ist, weder Tag noch Nacht (= dann sind Tag und Nacht aufgehoben); und um den Abend wird es licht sein.“
Es gibt so viele Religionen. Diese können doch nicht alle falsch sein. Ist es nicht vermessen, wenn das Christentum behauptet, der einzige Weg zum ewigen Leben zu sein?1
Vortrag Werner Gitt, wieso Religionen falsch sind:
https://info2.sermon-online.com/german/WernerGitt/Und_Ist_In_Keinem_Anderen_Namen_Heil_32.mp3
Keine Religion rettet, auch nicht die christliche, wenn sie sich als Religion gebärdet. Es gibt nur einen Gott, nämlich den, der Himmel und Erde gemacht hat. Nur die Bibel berichtet von diesem Gott. Nur er kann uns darum verbindlich sagen, was zu unserer Rettung dient. Wäre irgendeine Religion in der Lage, uns vor der ewigen Verlorenheit retten zu können, so hätte Gott uns diese genannt. Der Kreuzestod Jesu wäre dann nicht erforderlich gewesen. Da aber das Opfer von Golgatha erbracht wurde, war es zur Rettung unbedingt nötig. Somit gibt uns das Kreuz Jesu den eindeutigen Hinweis, dass es keine billigere Methode gab, um die Sünde vor dem heiligen Gott zu tilgen. Im Kreuzestod Jesu hat Gott unsere Sünde gerichtet, so dass uns nun allein die persönliche Hinwendung zu Jesus Christus und die Übergabe unseres Lebens an ihn retten.
In allen Religionen muss sich der Mensch durch eigene Anstrengung selbst erlösen; nach dem Evangelium hat Gott alles durch seinen eigenen Sohn getan, und der Mensch nimmt das Heil nur noch im Glauben in Empfang. Darum heißt es in Apostelgeschichte 4,12 auch so ausschließlich: „In keinem andern ist das Heil, ist auch kein anderer Name (außer Jesus) unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden.” Außer Jesus gibt es keine andere Brücke in den Himmel!
Alle Religionen sind nur glitzernde Fata Morganen in der Wüste einer verlorenen Menschheit. Einem Verdurstenden hilft kein Wahnbild einer Wasserquelle. Ebenso bringt die Toleranzidee gegenüber allen Phantasiegebilden den Menschen letztlich zu Tode (Spr 14,12)*. Er braucht frisches Wasser. Die Bibel zeigt mit großer Eindeutigkeit auf die einzige reale Oase, auf die einzige Überlebenschance, auf Jesus Christus:
- „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich” (Job 14,6)
- „Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus” (1 Kor 3,11)
- „Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht” (1 Joh 5,12)
* Sprüche 14, 12: „Mancher Mensch hält seinen Weg für den richtigen, aber am Ende führt er ihn in den Tod.“
Woran kann ich erkennen, dass das Evangelium keine Religion, sondern göttlichen Ursprungs ist?1
Schon einige markante Unterschiede zwischen den Religionen und dem Evangelium können uns in der Wahrheitsfrage weiterhelfen:
- In allen Religionen versucht der Mensch von sich aus Gott zu erreichen, aber kein Sucher kann echt bezeugen: „Ich habe eine persönliche Beziehung zu Gott gefunden, ich habe Frieden im Herzen, meine Schuld ist vergeben, ich habe die Gewissheit des ewigen Lebens.“ Im Evangelium von Jesus Christus wendet sich Gott zu uns. Er überbrückt mit dem Kreuz die Kluft der Sünde und schenkt uns Erlösung. Wer dies annimmt, kann bezeugen: „Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben … kann uns scheiden von der Liebe Gottes“ (Röm 8, 38-39).
- Die prophetischen Ankündigungen des Heilsbringers im AT (z.B. 1 Mo 3,15; 4 Mo 24,17; Jes 11,1-2; Jes 7,14) erfüllen sich wortwörtlich. In keiner Religion gibt es derartige Prophetien mit Ankündigung und Erfüllung.
- Gott hat alle Religionen als Götzendienst und Zauberei (1 Kor 6,9-10; Gal 5,19-21; Offb 21,8) verurteilt. Keine der vielen Religionen hat rettenden Charakter (Gal 5,19-21). Würde es eine solche geben, die retten könnte, dann hätte Jesus uns diese empfohlen, und er hätte nicht den bitteren Kreuzestod sterben müssen. Der Sohn Gottes aber ging ans Kreuz, um die einzige Rettungsmöglichkeit zu erwirken. Darum sagte er in Konsequenz: „Geht hinaus in alle Welt und verkündigt es allen Menschen!“
- Gott beglaubigte das Opfer Jesu Christi durch seine Auferstehung von den Toten (Röm 4,24-25). Es ist das einzige bleibend leere Grab der Weltgeschichte: „Was suchet ihr den Lebendigen bei den Toten? Er ist nicht hier; er ist auferstanden“ (Lk 24,5-6). Alle Religionsgründer sind gestorben und im Tod geblieben. Nur Jesus konnte sagen: „Ich lebe, und ihr sollt auch leben“ (Joh 14,19).
- In allen Religionen versucht der Mensch, sich durch seine Handlungen zu erlösen. Das Evangelium hingegen ist die Tat Gottes (Jes 43,24b; Joh 3,16). Zum Erlösungswerk auf Golgatha kann der Mensch nichts beitragen: Wir sind teuer erkauft (1 Kor 6,20).
- Die Religionen gehen von einem falschen Menschenbild aus und zeichnen ebenso ein falsches Gottesbild. Nur die Bibel sagt uns, wer wir sind, und wer Gott ist. Aus uns selbst sind wir nicht in der Lage, uns so zu verändern, dass es Gott gefallen könnte, denn „wir mangeln des Ruhmes, den wir bei Gott haben sollten“ (Röm 3,23).
- In keiner Religion verlässt Gott den Himmel, um den Menschen zu erretten. In Jesus wurde Gott Mensch: „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit“ (Joh 1,14).
Jesus Christus ist darum nicht eine Alternative zur Religion. Er ist ihre Absage und Verwerfung. Er ist der einzige Weg nach Hause – zum Vaterhaus Gottes (Joh 14,6).
Zählen meine guten Werke denn gar nicht? Wird Gott mich nicht annehmen, wenn ich ein gutes Leben geführt habe?
In den frühen sechziger Jahren kam ein Song von Frank Wilson and the Cavaliers heraus, mit dem Titel “The Last Kiss”. Der Song handelt von einem Paar, das sich verabredet hat und in einen Autounfall verwickelt wird. Das Mädchen stirbt in den Armen seines Freundes. In Trauer um ihren Tod singt er: “Oh wo, Oh wo kann mein Baby sein?/ Der Herr nahm sie fort von mir./ Sie ging in den Himmel, und ich muß gut sein,/ so daß ich mein Baby sehen kann, wenn ich die Welt verlasse.” Dieser Song faßt die Haltung vieler Menschen zusammen. Sie denken, wenn sie ein gutes Leben führen und die guten Werke, die sie tun, die schlechten aufwiegen, sie sich den Weg in den Himmel verdienen.
Die Bibel aber erlaubt niemand, seinen Weg in den Himmel zu verdienen. Die Bibel lehrt, daß gute Werke nichts damit zu tun haben, ob jemand in die richtige Beziehung zu Gott tritt. Diese Beziehung ist nichts, was wir verdienen könnten, weil Gott alles für uns getan hat. “… hat er uns gerettet – nicht weil wir Werke vollbracht hätten, die uns gerecht machen können, sondern aufgrund seines Erbarmens” (Tit 3,5). “Denn aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft – Gott hat es geschenkt -, nicht aufgrund eurer Werke, damit keiner sich rühmen kann” (Eph 2,8-9). “Ohne Glauben aber ist es unmöglich, (Gott) zu gefallen” (Hebr 11,6). “Das ist das Werk Gottes, daß ihr an den glaubt, den er gesandt hat” (Joh 6,29). Wenn unsere ewige Erlösung auf Werken beruhen würde und wir sie erfolgreich verdienen könnten, dann wäre Gott unser Schuldner: er wäre uns etwas schuldig (Röm 4,1-3). Die Bibel lehrt, daß Gott keinem Menschen etwas schuldet und unsere eigene Gerechtigkeit wie ein bedecktes Gewand ist (Jes 64,6). Der einfache Grund dafür ist, daß Gott einen vollkommenen Maßstab hat, und wir alle haben gesündigt und erreichen dieses Ziel nicht (Röm 3,23).
Wir vergleichen uns gerne mit anderen und haben das Gefühl, daß wir gar nicht so schlecht sind. Aber Gott vergleicht uns mit Jesus Christus, und ihn können wir bei weitem nicht erreichen, keiner von uns, ohne Ausnahme. Das läßt sich an folgendem Beispiel verdeutlichen. In Südkalifornien liegt vor der Küste eine Insel namens Catalina, 26 Meilen vom Pier von Newport Beach entfernt. Nehmen wir an, eines Tages stehen drei Männer am Ende der Pier. Einer ist ein Alkoholiker, schmutzig, krank, lebt auf der Straße. Der zweite ist ein durchschnittlicher Amerikaner und der dritte fein, aufrecht, eine Stütze der Gesellschaft. Plötzlich springt der Alkoholiker von der Pier, anderthalb Meter weit ins Wasser. Die anderen beiden rufen: “Was tust du da?” Der Mann im Wasser ruft zurück: “Ich spring nach Catalina!” Der zweite Mann, der durchschnittliche Mann auf der Straße, sagt: “Sieh mich an. Ich kann das besser!” Er springt und landet drei Meter weit draußen, doppelt so weit, wie der Alkoholiker. Der dritte Mann, sehr moralisch, aufrecht, herausragende Persönlichkeit, die er ist, lacht verächtlich über die beiden Männer im Wasser. Er geht fünfzig Meter weit zurück, nimmt Anlauf und landet sechs Meter weit draußen, doppelt so weit wie Mr. Durchschnitt und viermal so weit wie Mr. Alkohol. Die Küstenwacht fischt sie aus dem Wasser und fragt, was sie da tun, worauf sie alle antworten: “Wir springen nach Catalina”, und Mr. Durchschnitt prahlt, daß er Mr. Alkohol geschlagen hat, und Mr. Großartig prahlt, daß es ihm gelungen ist, sie beide zu schlagen. Der Mann von der Küstenwacht kann nur den Kopf schütteln und ausrufen: “Ihr Dummköpfe! Ihr habt euer Ziel immer noch um sechsundzwanzig Meilen verfehlt.”
Obwohl der moderne Mensch glaubt, besser – oder mindestens genauso gut – zu sein, als andere, ist er immer noch weit von dem Ziel entfernt, daß Gott uns gesetzt hat. Es ist für jeden unmöglich, von der Pier nach Catalina zu springen, und es ist für jeden unmöglich, den Himmel durch seine eigenen Taten und ohne Jesus Christus zu erreichen. Wie Jesus es ausdrückt: “Niemand kommt zum Vater außer durch micht” (Joh 14,6).
Quelle:
Josh McDowell, “Das kann ich nicht glauben – Antworten auf skeptische Fragen”, CLV-Verlag
1 Werner Gitt, „Fragen, die immer wieder gestellt werden“, CLV-Verlag
Argumente für und gegen den Glauben – die häufigsten Fragen unserer Zeit
Redner: Werner Gitt
Wie viele Bibeln gibt es?
Die Antwort ist eindeutig: Es gibt nur eine Bibel, denn die Bibel bezeichnet die einzige Sammlung göttlicher Offenbarung, die von Gott inspiriert ist.
1. Unterschied zwischen Übersetzungen und Bibeln
Es gibt viele Übersetzungen der Bibel in zahlreiche Sprachen:
- Lutherbibel (Deutsch)
- King James Version (Englisch)
- Neue Genfer Übersetzung, Einheitsübersetzung, Elberfelder Bibel u. v. m.
Trotz sprachlicher Unterschiede bleibt der Inhalt der Bibel unverändert: dieselben Bücher, dieselben Botschaften, dieselben historischen Ereignisse und Prophezeiungen. Übersetzungen dienen lediglich dazu, die gleiche Botschaft verständlich zu machen, ohne sie zu verändern.
2. Historische Belege der Authentizität
Die Qumran-Rollen, auch bekannt als Dead Sea Scrolls (entdeckt 1947–1956), bestätigen die Verlässlichkeit des Alten Testaments:
- Diese Rollen stammen aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. bis 1. Jahrhundert n. Chr.
- Sie enthalten fast alle Bücher des Alten Testaments in hebräischer Sprache, darunter Jesaja, Psalm 151 und viele Prophetenbücher.
- Vergleiche zwischen den Qumran-Rollen und späteren Masoretischen Texten (9.–10. Jahrhundert n. Chr.) zeigen, dass die Texte über tausend Jahre hinweg praktisch unverändert geblieben sind.
- Dies beweist die historische Treue der Bibelüberlieferung und widerlegt den Vorwurf, dass die Bibel erst viel später zusammengestellt oder verändert worden sei.
Zusätzlich bestätigen antike Manuskripte wie die Septuaginta (3.–2. Jh. v. Chr.) die Konsistenz der Bibeltexte, ebenso wie frühe christliche Zitate in den Schriften der Kirchenväter.
3. Authentizität und Verfälschungen
Nicht jede Schrift, die sich „Bibel“ nennt, entspricht dieser authentischen Überlieferung:
- Einige Gruppen haben eigenmächtig Inhalte verändert, weggelassen oder ergänzt, z. B. die Neue-Welt-Übersetzung der Zeugen Jehovas, die zentrale Verse wie Johannes 1,1 verändert, um bestimmte Lehren zu stützen.
- Solche Texte gelten nicht als authentische Bibel.
4. Die Einheit der Bibel
Die Bibel selbst betont die Unveränderlichkeit des Wortes Gottes:
„Der Himmel und die Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen“ (Matthäus 24,35).
„Jedes Wort Gottes ist rein; er ist ein Schild denen, die auf ihn vertrauen“ (Sprüche 30,5).
Die Qumran-Rollen liefern den praktischen Beweis, dass Gottes Wort über Jahrhunderte hinweg treu überliefert wurde.
Fazit:
- Es gibt nur eine Bibel, die von Gott inspiriert ist.
- Verschiedene Übersetzungen dienen der Verständlichkeit, verändern aber nicht die Botschaft.
- Historische Funde wie die Qumran-Rollen bestätigen die Authentizität der Überlieferung über tausend Jahre.
- Bibeln, die zentrale Inhalte verändern, gehören nicht zur authentischen Überlieferung.
Die Bibel ist damit einheitlich, zuverlässig und historisch konsistent, egal in welcher Sprache oder Übersetzung sie gelesen wird.
Kleingetier mit vier Beinen und Flügen
In der Bibel 3.Mose 11, 21 steht
„Doch das sollt ihr essen von allem, was sich regt und Flügel hat und geht auf vier Füßen: was noch zwei Beine hat, womit es auf Erden hüpft;“
- Mose 11, 21-22 (Schlachter 2000):
Nur diese dürft ihr essen von dem geflügelten Kleingetier, das auf vier Füßen geht: die oberhalb ihrer Füße zwei Schenkel haben, mit denen sie über den Erdboden hüpfen können. Von diesen dürft ihr essen: alle Arten der Arbeh-Heuschrecke [e], alle Arten der Solham-Heuschrecke, der Hargol-Heuschrecke und der Hagab-Heuschrecke.
Damit sind nicht irgendwelche Fabelwesen gemeint oder gar Hühner mit vier Beinen, sondern geflügeltes Kleingetier.
Wo findet man dieses Kleingetier?
https://www.youtube.com/watch?v=vE9gkZfckY0
Ein geflügeltes Tier auf vier Beinen ist die nah Verwandte der Heuschrecken Mantodea (die Gottesanbeterin). Sie selbst zählt zu den Fangschrecken und ist beispielsweise ein Getier mit vier Beinen und Flügel.
https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Gottesanbeterin
