Hierzu ein Video-Vortrag von Roger Liebi: Jesus Christus ist Gott Teil 1/2

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Hierzu ein Video-Vortrag von Roger Liebi: Jesus Christus ist Gott Teil 2/2

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„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Matthäus 27, 46)

Dieser Satz Jesu am Kreuz wird von manchen Irrlehrern als Beweis angeführt, dass Jesus nicht Gott sei. Doch dieser Schluss ist falsch, wenn man den Zusammenhang versteht.

Als Jesus diese Worte sprach, trug Er die Sünden der ganzen Welt. In diesem Augenblick war Er der Sündenträger, der die Trennung von Gott erlebte, die eigentlich wir verdient hätten. Sünde trennt den Menschen von Gott – und Jesus nahm diese Trennung freiwillig auf sich. Deshalb sprach Er in diesem Moment nicht „Vater“, sondern „Mein Gott“.

Hier zeigt sich also nicht, dass Jesus nicht Gott wäre, sondern dass Er in seiner menschlichen Natur litt. Denn die Sünde kam durch einen Menschen in die Welt (vgl. Römer 5,18), und so musste auch durch einen Menschen die Versöhnung geschehen. Jesus war in diesem Augenblick als vollkommener Mensch der Stellvertreter für die Menschheit – Er litt und starb an unserer Stelle.

Doch gleichzeitig bleibt wahr, was die Bibel bezeugt:

„Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selbst.“
(2. Korinther 5,19)

Das bedeutet: Während Jesus als Mensch am Kreuz litt, war Gott selbst in Ihm gegenwärtig, um durch dieses Opfer die Menschheit mit sich zu versöhnen. Es war keine Trennung des göttlichen Wesens, sondern ein Moment, in dem Jesus die ganze Last und Finsternis der Sünde auf sich nahm – für uns.

Und als das Werk der Erlösung vollendet war, sprach Jesus die gewaltigen Worte:

„Es ist vollbracht.“ (Johannes 19,30)

Damit erklärte Er, dass das Opfer vollendet und vollkommen ist – ein Opfer, das ein für alle Mal genügt. Kein weiteres Opfer ist nötig, weil Jesus das vollkommene, ewige Opfer dargebracht hat, das alle Schuld sühnt. Durch Sein Blut ist der Weg zu Gott wieder offen, und jeder, der dieses Opfer im Glauben annimmt, wird gerettet und hat ewiges Leben.

Darum gilt: Das Kreuz ist kein Zeichen der Niederlage, sondern der vollendeten Erlösung. In Christus hat Gott selbst gehandelt, um uns aus der Macht der Sünde zu befreien – für immer.


1️⃣ Der Hintergrund: Jesus trug die Sünde der Welt

Als Jesus am Kreuz hing, trug er die gesamte Schuld und Sünde der Menschheit.
In diesem Moment war er der Stellvertreter für uns alle – er nahm unsere Trennung von Gott auf sich.
Sünde trennt von Gott (Jesaja 59,2), und genau diese Trennung erlebte Jesus stellvertretend für uns.

Darum sprach er nicht wie sonst „Vater“, sondern „Mein Gott“.
Er, der ohne Sünde war, wurde zur Sünde gemacht, wie Paulus schreibt:

„Den, der von keiner Sünde wusste, hat Gott für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit Gottes würden.“
(2. Korinther 5,21)

Diese Worte Jesu sind also keine Aussage über seine göttliche Natur, sondern Ausdruck seines Leidens als Mensch, der stellvertretend für uns das Gericht trug.


2️⃣ Jesus litt als Mensch – nicht als Gottheit

Die Bibel zeigt klar: Weil durch einen Menschen (Adam) die Sünde in die Welt kam, musste sie auch durch einen Menschen getilgt werden.
Darum kam Jesus – wahrer Gott und wahrer Mensch zugleich – in menschlicher Gestalt, um an unserer Stelle zu sterben.

Paulus beschreibt das in Römer 5,18 (HFA) so:

„Wie nun durch die Übertretung des einen die Verurteilung für alle Menschen kam,
so kommt auch durch die Gerechtigkeit des Einen für alle Menschen die Rechtfertigung, die Leben gibt.“

Matthäus 27,46 ist also eine Momentaufnahme des Leidens Jesu in seiner Menschlichkeit, nicht ein Beweis gegen seine Gottheit.
Wer aus diesem Vers ableiten will, dass Jesus nicht Gott sei, reißt ihn aus dem Zusammenhang.


3️⃣ Jesus ist kein Engel – er ist der Sohn Gottes

Manche vertreten die Lehre, Jesus sei der „Erzengel Michael“.
Doch die Bibel widerspricht dieser Vorstellung deutlich.

In Hebräer 1,5–6 lesen wir:

„Denn zu welchem Engel hat Gott jemals gesagt:
Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt?
Und weiter: Wenn er den Erstgeborenen in die Welt einführt, spricht er:
Alle Engel Gottes sollen ihn anbeten!“

Hier wird klar: Engel beten Jesus an.
Wäre Jesus selbst ein Engel, würde das bedeuten, Engel beten einen Engel an – was unbiblisch und absurd wäre.
Gott nennt keinen Engel seinen Sohn. Jesus steht über allen Engeln und über der gesamten Schöpfung.


4️⃣ Jesus tat nichts ohne den Vater – warum?

In Johannes 5,19 sagt Jesus:

„Amen, ich versichere euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun;
er kann nur tun, was er den Vater tun sieht.“

Manche Sondergemeinschaften behaupten, dieser Vers zeige, dass Jesus nicht allmächtig sei.
Aber das Gegenteil ist der Fall.

Kein Mensch kann von sich sagen, dass er nichts Eigenes tut.
Wir Menschen handeln oft eigenmächtig – wir können Gott ungehorsam sein, sündigen, uns selbst erhöhen.
Doch Jesus konnte nicht sündigen, weil er vollkommen im Willen des Vaters war.
Seine völlige Übereinstimmung mit dem Vater machte es unmöglich, etwas anderes zu tun, als was der Vater wollte.

Darum heißt es im selben Vers weiter:

„Was der Vater tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.“

Das zeigt keine Schwäche, sondern völlige Einheit und Wesensgleichheit zwischen Vater und Sohn.


5️⃣ „Der Vater ist größer als ich“ – was bedeutet das wirklich?

In Johannes 14,28 sagt Jesus:

„Der Vater ist größer als ich.“

Diese Aussage wird häufig so gedeutet, als sei Jesus geringer oder untergeordnet im Wesen. Doch das widerspricht der Gesamtaussage der Schrift.
Um den Vers richtig zu verstehen, müssen wir beachten, in welchem Zustand Jesus dies sagte.

1. Jesus sprach als Mensch in Seiner Erniedrigung

Als Jesus diese Worte aussprach, befand Er sich in der Gestalt eines Menschen, mitten im Leiden, in Schwachheit und unter den Bedingungen der gefallenen Welt.
Die Bibel sagt dazu deutlich:

„Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein,
sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, wurde den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.“

(Philipper 2,6–7)

Das heißt: Jesus gab seine himmlische Herrlichkeit freiwillig auf, um Mensch zu werden.
In diesem Zustand der Demut und Erniedrigung war der Vater größer in Stellung, nicht im Wesen.

Jesus selbst bezeugt an anderer Stelle, dass Er vor seiner Menschwerdung bereits göttliche Herrlichkeit besaß:

„Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.“
(Johannes 17,5)

Damit wird klar: Die Worte „Der Vater ist größer als ich“ beziehen sich auf den irdischen Zustand Jesu, nicht auf Sein ewiges göttliches Sein.


2. Nach der Auferstehung wurde Jesus wieder in göttlicher Herrlichkeit eingesetzt

Nachdem Jesus den Tod besiegt hatte, kehrte Er in Seine himmlische Herrlichkeit zurück.
Deshalb sagt Er in Matthäus 28,18:

„Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden.“

Das zeigt eindeutig, dass Jesus nicht geringer, sondern gleichberechtigt mit dem Vater regiert.
Auch im Hebräerbrief wird dies bestätigt:

„Der Sohn ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Macht.“
(Hebräer 1,3)

Gott selbst bezeugt im selben Kapitel:

„Dein Thron, o Gott, währt von Ewigkeit zu Ewigkeit.“
(Hebräer 1,8)

Hier spricht Gott der Vater direkt zum Sohn und nennt Ihn „Gott“.
Das ist ein unmissverständlicher Beweis, dass Jesus wesensgleich mit dem Vater ist.


3. „Größer“ bedeutet Rang, nicht Wesen

Wenn Jesus also sagt, „Der Vater ist größer als ich“, dann spricht Er über den Rang während Seiner irdischen Sendung.
Im göttlichen Wesen sind Vater, Sohn und Heiliger Geist eins:

„Ich und der Vater sind eins.“
(Johannes 10,30)

„Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“
(Johannes 14,9)

Diese Verse zeigen deutlich, dass Jesus nicht ein Geschöpf, sondern Gott selbst in menschlicher Gestalt ist.


Zusammenfassung:

  • Jesus sprach diese Worte in Seiner Erniedrigung als Mensch, nicht als Hinweis auf geringere Göttlichkeit.
  • „Größer“ bezieht sich auf die Stellung, nicht auf das Wesen.
  • Nach der Auferstehung empfängt Jesus alle Macht und Herrlichkeit (Matthäus 28,18).
  • Die Schrift bezeugt klar, dass der Sohn wesensgleich mit dem Vater ist (Johannes 10,30; Hebräer 1,3–8).

6️⃣ „Der Erstgeborene aller Schöpfung“ – kein Geschöpf, sondern Vorrang

In Kolosser 1,15 heißt es:

„Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung.“

Manche deuten „Erstgeborener“ so, als sei Jesus das erste geschaffene Wesen.
Doch die Bibel verwendet den Begriff oft nicht zeitlich, sondern in Bezug auf Rang und Stellung.

Im Psalm 89,28 sagt Gott über David:

„Ich mache ihn zum Erstgeborenen, zum höchsten unter den Königen der Erde.“

David war tatsächlich das achte Kind Isais – also nicht der Erstgeborene im natürlichen Sinn.
Doch Gott machte ihn zum Erstgeborenen im Rang, also zum Höchsten.

Genauso beschreibt Paulus Jesus als den „Erstgeborenen aller Schöpfung“, weil alles durch ihn geschaffen wurde und er über allem steht:

„Er ist vor allem, und alles besteht durch ihn.“ (Kolosser 1,17)

Der Titel „Erstgeborener“ drückt also die Vorrangstellung und Herrschaft Jesu über die ganze Schöpfung aus – nicht, dass er selbst ein Teil der Schöpfung wäre.


Fazit

Matthäus 27,46 zeigt nicht, dass Jesus nicht Gott ist –
sondern, dass der Sohn Gottes für uns Menschen das Getrenntsein von Gott erduldete, um uns wieder mit Ihm zu versöhnen.

Jesus ist wahrer Mensch und wahrer Gott.
Als Mensch litt Er, als Gott vergab Er.
Er starb für uns – und durch Ihn haben wir wieder Zugang zum Vater.

„Denn in Christus wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig.“
(Kolosser 2,9)


Die Juden verstanden genau, was Jesus über sich sagte

Viele denken, Jesus sei nur deshalb verurteilt worden, weil man Ihn „falsch verstanden“ habe.
Doch die Bibel macht deutlich: Die Juden wussten genau, dass Jesus sich zu Gott machte – und genau das warf man Ihm vor.

In Johannes 10,30–33 lesen wir:

„Ich und der Vater sind eins.“
Da hoben die Juden wieder Steine auf, um ihn zu steinigen.
Jesus sprach zu ihnen: „Viele gute Werke habe ich euch gezeigt vom Vater; um welches dieser Werke willen steinigt ihr mich?“
Die Juden antworteten ihm: „Nicht wegen eines guten Werkes steinigen wir dich, sondern wegen der Lästerung, weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst.“**

Hier wird völlig klar:
Die Zuhörer Jesu verstanden, dass Er Gleichheit mit Gott beanspruchte.
Das war kein Missverständnis – Jesus beanspruchte göttliche Autorität, nannte Gott Seinen Vater auf einzigartige Weise und vergab Sünden – etwas, das nach jüdischem Gesetz nur Gott selbst tun konnte (vgl. Markus 2,7).

„Wer kann Sünden vergeben außer Gott allein?“
(Markus 2,7)

Doch Jesus vergab Sünden, heilte Kranke, weckte Tote auf – und bestätigte dadurch Seine göttliche Vollmacht.


Warum die religiösen Führer Ihn verurteilten

In Johannes 19,7 sagen die Juden offen, warum Jesus verurteilt werden müsse:

„Wir haben ein Gesetz, und nach diesem Gesetz muss er sterben, weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat.“

Genau das war der entscheidende Punkt:
Jesus wurde nicht wegen politischer Auflehnung, sondern wegen Gotteslästerung verurteilt –
weil Er sich als Sohn Gottes, ja als Gott selbst offenbarte.

Sie sahen die Wahrheit, aber sie verhärteten ihre Herzen.
Was sie als Blasphemie bezeichneten, war in Wirklichkeit die größte Offenbarung der Liebe Gottes.

„Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht.
Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.“

(Johannes 1,10–11)


Der wahre Grund des Kreuzes

Das Kreuz war also nicht das Ende eines falschen Messias,
sondern der Höhepunkt der göttlichen Rettungsgeschichte.
Jesus starb, weil Er die Wahrheit über Seine göttliche Natur offenbarte –
und weil Er bereit war, sich für uns hinzugeben, um uns mit Gott zu versöhnen.

„Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, auf dass ich es wieder nehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selbst.“
(Johannes 10,17–18)

Jesus starb freiwillig, um die Sünde zu besiegen und uns den Weg zurück zu Gott zu öffnen.
Er war nicht Opfer eines Justizirrtums, sondern das Opferlamm Gottes, das die Sünde der Welt trägt.


🕊️ Schlussgedanke

Die Kreuzigung Jesu war kein Zufall, sondern die Erfüllung des göttlichen Plans.
Die Menschen verwarfen Ihn, weil sie nicht glauben wollten, dass Gott selbst in Menschengestalt unter ihnen stand.
Doch genau das bezeugt die Schrift:

„Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“
(Johannes 1,14)

Jesus ist nicht nur ein Lehrer oder Prophet –
Er ist der ewige Sohn Gottes,
Gott offenbart im Fleisch,
das vollkommene Opfer, das ein für alle Mal genügt.

HALLELUJA